TIERISCHE MODELS


Zugegeben, als selbstständige Fotografin macht die Corona-Pandemie auch mir einen Strich durch die Rechnung. Trotz allem gibt sie mir die Möglichkeit meine Kreativität umzulenken. Wenn zur Zeit das "nahe" arbeiten mit Menschen nicht erlaubt ist, ist es einmal an der Zeit die tierischen Bewohner auf dem Bauernhof ins rechte Licht zu rücken. Ehrlich gesagt spielte ich schon länger mit dem Gedanken einmal ein Shooting auf dem Bauernhof mit den Vierbeinern.

Ich bin absolut kein Profi was die Tierfotografie betrifft. Aber eines weiss ich... für ein gutes Foto braucht man nicht viel: eine gute Idee, einfache Bildkomposition und vor allem nicht viel Technik (ausser bei stark bewegenden Tieren) ;))

Das klingt jetzt alles ganz easy, ist es aber nicht. Ich finde es eine grosse Herausforderung, das Wesen eines Tieres in einem Foto einzufangen. Wo bei menschlichen Models eine Anweisungen oft sehr erfolgsversprechend ist, muss man sich als Fotograf bei den Vierbeinern andere Tricks für das perfekte Bild ausdenken. Die Tierfotografie ist oft auch ein Glücksfall. Zudem erfordert sie enorme Geduld und Ruhe. Auch gibt es grosse Unterschiede ob die Tiere eher beweglicher sind oder gar nicht die Möglichkeit haben weg zu springen. Wie zum Beispiel an diesem Abend... eine Schwalbe die gerade ihr Nest vorbereitet, war wesentlich schwieriger, schön einzufangen, als eine Kuh, die gerade ihren Platz im Stall eingenommen hat und sich einfach mal hinlegt und sich genüsslich dem Heu hingibt.


Ich habe mich bewusst entschieden am früheren Abend den Hof aufzusuchen. Ich liebe dieses warme Licht. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich zwar noch nicht wie der Stall gebaut ist und hoffte auf gute Lichtquellen. Es ist selbstredend, dass wir im Innenraum niemals so viel Lichtstärke zur Verfügung haben, wie im Freien. Zumindest, wenn wir a