TAUSCHE MEIN HAB UND GUT

Aktualisiert: Apr 28


...gegen eine Tulpenzwiebel.

Ganz ehrlich, dieser Frühling begann nicht wie andere Jahre zuvor. Doch trotz allem freute ich mich täglich über meine ersten Tulpen im Garten die ihre wundervollen Blüten mit Stolz und Eleganz dem Himmel zuwandten. Was gibt es schöneres als unsere Natur. Sie fragt nicht, bleibt nicht stehen. Sie gedeiht einfach, und das in einer Zeit wo alles rundum still steht. Sie nährt uns mit ihren Farben und Blüten, gibt uns Kraft und lässt uns hoffen. Ich wollte mein Tulpenwissen etwas auffrischen und bin dabei über diesen Text gestolpert. Eine Tulpenzwiebel war einst mehr Wert als ein Haus? Hast du das gewusst? Ich bis anhin auch nicht. Eine interessante Geschichte...


Von 1634 bis 1637 war ganz Holland im "Tulpenfieber". Tulpenzwiebeln waren damals kostbar. Und nicht nur teuer, sondern praktisch unbezahlbar. Nur die Reichen konnten sich Tulpenzwiebeln leisten. Vor allem geflammte und gestreifte Sorten waren in Mode.

Die Tulpenzwiebel schien eine gute Investition zu sein, da sie so wertvoll war. Viele wollten damit reich werden und setzten ihren gesamten Besitz für eine einzige Zwiebel aufs Spiel. Sie erhielten zwar einen Eigentumsnachweis für die besagte Zwiebel, die angeblich irgendwo auf einem Feld wuchs. Die Idee hinter dieser besonderen Investition war, den Eigentumsnachweis mit (möglichst viel) Gewinn wieder zu verkaufen.

Die Preise für so einen Eigentumsnachweis schnellten rapide in die Höhe: sie hatten letztendlich den Wert eines Grachtenhauses in Amsterdam. Eine ganze Menge dieser Dokumente erwies sich als gefälscht, wodurch diese Goldsucher ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Die Bedeutung der Farben

Dank der Veredler, die sich in den vergangenen Jahrhunderten intensiv mit dem Kreuzen von Tulpen beschäftigt haben, wird inzwischen eine unglaubliche Anzahl von Blütenfarben und -formen auf dem Markt angeboten. Es gibt nicht nur einfache und doppelblütige Tulpen, sondern beispielsweise auch lilienblütige und ausgefranste Tulpen. Einige Tulpenfarben haben sogar eine bestimmte Bedeutung haben:

Rote Tulpe: perfekte Liebe

Gelbe Tulpe: Fröhlichkeit

Weiße Tulpe: Vergebung

Gemischter Tulpenstrauß: Eleganz


Tulpen sind nach den Rosen die meistverkauften Schnittblumen weltweit. Und auch Sie kürten die Tulpe bei einer unserer Umfragen zur beliebtesten Frühlingsblume. Das hat sicher damit zu tun, dass es mittlerweile unglaublich viele Sorten dieser traumhaft schönen Spezies gibt.

So wunderbar bunt wie die Tulpen, ist auch die Geschichte ihres Namens. In der heutigen Türkei heissen diese Blumen nämlich "lale". Gleichwohl nannte sie 1555 der österreichische Botschafter, der am Hof des türkischen Sultans weilte, in einem Brief nach Wien "tulipa ". Was war geschehen? Man vermutet, dass es ein sprachliches Missverständnis war. Der Botschafter sprach ja kein Türkisch, und die diplomatische Sprache war damals Französisch. Also bediente er sich eines Dolmetschers. Vermutlich hat dieser die Blume "tülbend-lalesi" genannt, wie sie allerdings nur im Volksmund hiess. Als "tülband" bezeichnete man im osmanischen Reich nämlich den türkischen Turban, der unserer Tulpe verblüffend ähnlich sah. So kam der Name "tulipa" (auf Deutsch "Tulpe") nach Europa und wurde in den meisten der uns bekannten Sprachen übernommen.


Über das Ursprungsland der Tulpe rätselt man ebenfalls. Man vermutet, dass sie aus Persien, dem Schwarzmeer-Gebiet oder vom Balkan stammt, wo es eine wild blühende Tulpenart gab. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gelangte die Wildtulpe nach Konstantinopel, wo man sie züchtete und wo sie in der Gartenkultur schon bald einen bedeutenden Platz einnahm. Nun erst wurde sie auch in Mittel- und Westeuropa bekannt. Im niederländischen Leiden wurde sie zwar zuerst nur zu wissenschaftlichen Zwecken angepflanzt, und der Verkauf wurde verboten. Aber schon bald wurden einige Exemplare gestohlen, und damit geriet der Frühlingsblüher auf den freien Markt. Daraufhin verbreiteten sich die "Wunderzwiebeln" im übrigen Europa.


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