TAUSCHE MEIN HAB UND GUT

Aktualisiert: 28. Apr 2020


...gegen eine Tulpenzwiebel.

Ganz ehrlich, dieser Frühling begann nicht wie andere Jahre zuvor. Doch trotz allem freute ich mich täglich über meine ersten Tulpen im Garten die ihre wundervollen Blüten mit Stolz und Eleganz dem Himmel zuwandten. Was gibt es schöneres als unsere Natur. Sie fragt nicht, bleibt nicht stehen. Sie gedeiht einfach, und das in einer Zeit wo alles rundum still steht. Sie nährt uns mit ihren Farben und Blüten, gibt uns Kraft und lässt uns hoffen. Ich wollte mein Tulpenwissen etwas auffrischen und bin dabei über diesen Text gestolpert. Eine Tulpenzwiebel war einst mehr Wert als ein Haus? Hast du das gewusst? Ich bis anhin auch nicht. Eine interessante Geschichte...


Von 1634 bis 1637 war ganz Holland im "Tulpenfieber". Tulpenzwiebeln waren damals kostbar. Und nicht nur teuer, sondern praktisch unbezahlbar. Nur die Reichen konnten sich Tulpenzwiebeln leisten. Vor allem geflammte und gestreifte Sorten waren in Mode.

Die Tulpenzwiebel schien eine gute Investition zu sein, da sie so wertvoll war. Viele wollten damit reich werden und setzten ihren gesamten Besitz für eine einzige Zwiebel aufs Spiel. Sie erhielten zwar einen Eigentumsnachweis für die besagte Zwiebel, die angeblich irgendwo auf einem Feld wuchs. Die Idee hinter dieser besonderen Investition war, den Eigentumsnachweis mit (möglichst viel) Gewinn wieder zu verkaufen.

Die Preise für so einen Eigentumsnachweis schnellten rapide in die Höhe: sie hatten letztendlich den Wert eines Grachtenhauses in Amsterdam. Eine ganze Menge dieser Dokumente erwies sich als gefälscht, wodurch diese Goldsucher ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Die Bedeutung der Farben