SCHREIBEN KANN BEFREIEN


Es ist mir ein grosses Anliegen diesen Beitrag von meiner lieben Freundin und grossartigen Wortkünstlerin Monika Marti in meinem Blog mit euch zu teilen. In dieser schwierigen Zeit kann es sehr hilfreich sein, seine Gedanken und alles was einem gerade bewegt in Worte zu fassen und aufzuschreiben.

Monika Marti www.wortbörse.ch 21.03.2020


Liebe Betroffene


Der meteorologische Frühlingsbeginn ist angebrochen. Die Sonne beschenkt uns mit ihrem Wärmepaket, die gefiederten Freunde zwitschern um die Wette und die Blumen spriessen. Breitet sich deshalb Frühlingsstimmung in unseren Herzen aus? Inzwischen betrifft die vom Bundesrat ausgesprochene «ausserordentliche Lage der Nation» uns alle. Wir bleiben zu Hause, verzichten auf Freizeitangebote und stornieren gebuchte Ferienarrangements. Distanz zum Gegenüber ist angesagt. Was uns bis anhin wichtig schien, verliert an Bedeutung. Plötzlich kann ruhen, was uns bis anhin zum Tun antrieb.

Wie kommst du mit dieser Situation zurecht?

Wie vertreibst du deine Zeit?

Womit beschäftigen sich deine Gedanken?

Was ängstigt dich oder lässt dich besorgt sein?

Ich ermutige dich, in den nächsten Wochen alles was dich bewegt, in Worte zu fassen und aufzuschreiben. Denn: Schreiben erleichtert. Was vom Verstand über die Hand aus uns heraus aufs Papier fliessen kann, verlässt deinen Körper und deine Seele. Dein Immunsystem wird durch diese Entlastung gestärkt. Manchmal ereilt uns während dem Schreiben eine Erkenntnis, die uns hilft, Alltag und Geschehen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Deshalb schicke ich dir zwei Anregungen zu:

Automatisches Schreiben ("Morgenseiten")


  • Setze dich an einen Ort, der dir lieb ist und sorge dafür, dass du sicher während 15 - 20 Min, nicht gestört wirst. Stelle einen leisen Wecker auf ca. 10 - 15 Min.

  • Schreibe einen (1!) der folgenden Satzanfänge auf ein Papier: - "Mitten in dieser ausserordentlichen Zeit sitze ich hier und ..." - oder: "Was ich wirklich brauche, ist ... "

  • Entspanne dich auf deine Weise. Schliesse die Augen. Lass die Aufregung in Schultern, Armen und Beinen los. Du kannst mit deiner Aufmerksamkeit eine kurze Reise durch deinen Körper machen und deinen Atem beobachten. Schaue deinen Gedanken zu, lasse sie ausschweifen ohne den Satz am Anfang festzuhalten. Er dient lediglich als Ausgangspunkt.Vielleicht magst du die linke Hand auf dein Brustbein oder dein Herz legen.

  • Dann beginne zu schreiben, bleibe offen und absichtslos. Lass deine Feder unkontrolliert übers Papier gleiten und dich von deinen eigenen Worten und Gedanken überraschen. So wie wenn ein Duft beim Atmen unangemeldet auftaucht und unerwartet deine Sinne berührt. Beurteile nichts. Korrigiere nichts. Staune.


Wenn der Wecker läutet, hörst du auf mit Schreiben. Es gibt nichts fertig zu machen, denn morgen kannst du dich wieder hinsetzen, einen Faden aufnehmen und ein wenig weiterweben - und mit der Zeit wirst du vielleicht ein Muster in deinen Schreiben erkennen. Es könnte sein, dass du über dich selber ins Staunen kommst. Dass du begreifst, was dich beschäftigt und antreibt und Verständnis für dich und Andere(s) entwickelst. Was du mit ziemlicher Sicherheit spüren wirst, ist Entspannung in deinem Geist. Weil du aus dir gelassen hast, was verkrampft in dir gewohnt hat. Klappe dein Schreibheft zu und gehe beruhigt in den Tag.


Falls du Freude hast oder das Bedürfnis verspürst, Gedachtes und Geschriebenes mit jemanden zu teilen und/oder darüber auszutauschen, lade ich dich ein, mir dein Schreiben anzuvertrauen. Es ist eine Möglichkeit, in der geforderten Distanz in Gemeinschaft zu treten und sich gegenseitig zu ermutigen, aufzubauen und zu stärken. Ganz nach der Weisheit: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Dieses schreibende Beziehungsangebot wird absolut vertraulich behandelt, ist kostenlos und ohne Verpflichtung.

Frühlingshaft kraftvolle Grüsse aus der Schreibwerkstatt.

Herzlich,

Monika Marti

Wortbörse - Schreibatelier und Sprechzimmer - Romanshorn


info@wortbörse.ch

www.wortbörse.ch



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