SCHÄTZE DER NATUR - EINFACHKOSTBAR


Nur wenige Wochen im Jahr stehen uns die süßen Blüten des Holunders zur Verfügung. Die weißgelben Blütendolden lassen sich von Mai bis in den Juli hinein sammeln. Am besten sammelt man an trockenen Tagen um die Mittagszeit. Beim pflücken sollte man darauf achten, dass immer noch genug Blüten für die Bienen übrig bleiben und der Strauch Holunderbeeren ausbilden kann.


Das Internet ist voll mit unzähligen feinen Rezepten rund um die Holunderblüten sowie deren Beeren danach. Wir haben uns für einen feinen Sirup, Gelee und einen Likör entschieden. Die aromatischen Holunderblüten sind eine ideale Grundlage dafür. Sie sind nicht nur köstlich im Geschmack, sondern besitzen auch große Heilkräfte. Die hellen Blüten des Schwarzen Holunderstrauches wirken zudem stimulierend auf das Immunsystem, sind schweiß und harntreibend und helfen unserem Körper unter anderem, eine beginnende Erkältung im Keim zu ersticken.


Und so machen wir feinen Sirup:


Zuerst vorsichtig die Dolden schütteln um allfällige Insekten und Käfern zu entfernen. Die weissen Holunderblütchen von den groben Stielen befreien, damit der Sirup nicht bitter wird und in einem grossen Eimer (10 Liter) gefüllt mit kaltem Wasser zugeben. Die Holunderblüten sollte man nicht waschen, sie verlieren ansonsten einen Teil ihre Aromas. Ein paar Zitronen (in Scheiben geschnitten) geben wir auch dazu. Mit einem Tuch zudecken, bei Raumtemperatur ca. drei Tage ziehen lassen. Somit erhält der Sirup eine schöne goldene Farbe. Vorsichtig, bei längerer Ziehdauer beginnt er zu gären.


Nach drei Tagen die Blüten entfernen, die Zitronen richtig ausdrücken, das "Blütenwasser" durch ein feines Tuch absieben und in einer Pfanne mit Zucker und Zitronensäure unter rühren aufkochen. Anschliessend siedend heiss bis knapp unter den Rand in saubere, vorgewärmte Flaschen füllen, sofort verschliessen und auskühlen lassen.


60 gr Blüten + 6 Liter Wasser + 6 kg Zucker + 120 gr Zitronenäure ergeben ca. 8 Liter Sirup


Holunder ist ein uralter, mystischer Hausstrauch, welcher schon immer die Nähe zu Menschen suchte. Für die genussreiche Küche und zum Heilen ist er ein Tausendsassa, der uns gleich zweimal im Jahr reich beschenkt. Im Frühjahr bringt er schneeweiße Blüten hervor, im Herbst schwarze, aromatische Beeren. Dieser Strauch der Gegensätze hilft uns, Harmonie sowie ein inneres Gleichgewicht zu finden.

Seine Sagen und Mythen

Der Holunder hat einen festen Platz in der Naturheilkunde und ist auch in der Mythologie von Bedeutung. Seit alters her ist Holunder Frau Holle, der Erdgöttin geweiht. Er stellt ein Tor zur Unterwelt dar und nach altem Volksglauben konnte Holunder negative Einflüsse von außen fernhalten, Negatives von Haus, Hof und Stall anziehen und in die Erde ableiten. Zudem glaubte man, Holunder könne durch Opfergaben, welche unter den Busch gestellt wurden, Krankheiten von den Menschen nehmen. Ebenso galt er als Schutzstrauch gegen böse Geister und Dämonen. Im alten England trugen Bestatter zum Schutze stets etwas Holunderholz bei sich und in Amerika findet man noch heute viele Friedhöfe mit Holundersträuchern, welche dort zur Abwehr böser Geister gepflanzt wurden.

In der Ernährung

Sowohl die fein duftenden Blüten als auch die Vitamin-C-reichen Beeren lassen sich in vielfältige Genüsse verwandeln. In Blättern, Rinde und unreifen Beeren des Holunders ist der Giftstoff Sambunigrin (ein Glykosid) enthalten, der sich ab einer Temperatur von 76,3 °C zersetzt. Roh verzehrt, wirken die Blätter, unreife Holunderbeeren und ungekochte reife Beeren in größeren Mengen leicht giftig. Es kann zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Deshalb sollten diese Pflanzenteile nie roh verzehrt, sondern immer abgekocht werden.


PS: Die Blüten sind Teils aus unserem Garten, sowie ein Teil aus Nachbars Garten. Dafür ein grosses Dankeschön an die liebe Theres!

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