EINE GESCHICHTE MIT HAPPY END

Aktualisiert: Juni 30

Jessica und ihre Wolfshündin Senta

Mein Name ist Senta. Gerne möchte ich euch meine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die ganz anders verlaufen wäre, wenn es da nicht all die lieben Menschen gäbe, die auf unser Leiden aufmerksam gemacht werden und im richtigen Moment handeln. Am 01.03.2018 wurde ich geboren, in einer kleinen Stadt Namens Mazara del Vallo direkt am Meer von Sizilien. Ich und mein Bruder wurden von einem älteren Herrn nach Hause genommen, ich denke seine Haare waren kahl und er trug meistens eine Brille soviel ich mich erinnern mag. Leider waren wir schon Krank als wir dort ankamen. Wie viele Hunde an Mittelmeer hatten ich und mein Bruder die Leishmaniose erwischt die durch eine Sandmücke in den Blutkreislauf gelangt.

Unser Besitzer war daran weniger interessiert und lies uns den ganzen Tag eingesperrt zu Hause. Es ging uns nicht gut und wir wurden von Tag zu Tag immer kraftloser - da die Krankheit alle inneren Organe befällt. Liebe wurde uns keine geschenkt, eher das Gegenteil, wenn wir nicht machten was er sagte schlug er mit Stöcken nach uns. Wir verstanden nicht was hier passiert und konnten auch nicht verstehen, warum Menschen so grausam sein können. Ein ganzes halbes Jahr dauerte unser Leiden, bis schliesslich kurz vor Ende Hilfe kam. Ich denke, es wurde herumgesprochen das wir hier in sehr schlechter Haltung sind und unsere Körper nicht mehr lange durchhalten werden.

Am Tag unserer Rettung war mein Bruder sehr schwach, die Aufregung durch den Auszug aus diesem grausamen Haus und die Krankheit waren zu viel für sein Herz. Er starb noch auf dem Weg ins neue Zuhause. Ich wurde sofort gebadet und gekämmt, da viele meiner Haare ausgefallen oder verfilzt waren. Ich bekam jeden Tag eine Spritze mit Antibiotika welches mir zwar gar nicht passte aber ich merkte wie es mir immer besser ging. Die aktive Leishmaniose ging zurück.

Ein Neues Jahr begann und ich durfte endlich raus in den Garten zusammen mit einem Rudel. Zuerst war ich mit 2 anderen Hunden in einem abgetrennten Teil welcher ca. 50 Quadratmetern gross war. Gegenüber von unserem Gehege war eine grosse Wiese, wo alle meine anderen Freunde am Spielen waren. Dahin wollte ich auch. Mit meinen Kletterkünsten bezwang ich den Zaun und konnte so zu den anderen auf die Wiese springen. Meine Retter merkten schnell, dass dies wohl mein richtiger Platz wäre, da wo allen anderen auch sind. Ich durfte danach fast ein ganzes Jahr hier draussen Leben.

Am 24. Dezember 2019 traf ich zum ersten Mal auf meine neue Besitzerin. Ich wusste sie würde kommen und begrüsste sie mit einer Umarmung. Dabei musste sie weinen. Von der ersten Begegnung an spürte ich eine besondere Verbindung. Eine Verbindung die ich so noch nie hatte zu einem Menschen. Ich wusste, ihr kann ich Vertrauen und sie würde mich mitnehmen auf ein Neues Abenteuer und ein besseres Leben. Ich sah sie jeden Tag auf unserer Station arbeiten, sie war bei all meinen Freunden und kümmerte sich um viele von uns. Ich beobachtete sie Tag für Tag und wäre ihr am liebsten durch alle Zäune gefolgt, schliesslich konnte ich ja klettern.

Am 11.Januar 2020, erst spät am Abend war es dann soweit, unsere geplante Abreise. Eine Reise in mein neues Zuhause, so wurde es mir erzählt. Nur Jessica und ich. Ich hatte keine Ahnung was mich erwartet, dennoch war ich völlig entspannt. Die Reise begann mit über einer 1 Stunde Autofahrt Richtung Hafen, danach waren wir fast 24 Stunden auf einem Schiff richtig Genua. Ich selber war glaub entspannter als Jessica. Nun endlich in Genua angekommen, gingen wir für eine Nacht in ein Hotel wo ich zum ersten Mal Ben kennen lernen durfte. Der Freund von Jessica ist uns entgegengefahren, um uns abzuholen. Er kannte mich ja nur von den Erzählungen und Fotos, aber ich denke, auch er hat mich sofort in sein Herz geschlossen. Am nächsten Tag ging die Reise weiter. Sie haben mir erzählt, wie schön sie wohnen und dass es mir gefallen wird – mein neues Zuhause und zum ersten Mal zusammen mit einer richtigen Familie.

Nun am 13.Januar endlich angekommen - nach einer fast 2 Tägigen Reise und einem kleinen Klimaschock. Ich sah zum ersten Mal Schnee, durfte darin rennen und daran schnuppern. Durfte Buba, mein mittlerweile kleiner neuer WG Freund kennenlernen und die Hauskatze, die anscheinend der Oberchef ist. Wir machten gleich viele tolle Ausflüge. In die Wälder, zu den Bächen und Seen. Alles Neu für mich. Viele Pferde, Lamas, Enten, Hasen alles noch nie gesehen. Und es gibt noch so vieles zu entdecken und ich freue mich auf weitere tolle Abenteuer. Ich bin so dankbar, über die bedingungslose Liebe die ich jeden Tag erfahren darf. Und dafür, dass für mich gesorgt wird, auch wenn es durch meine Krankheit sehr umständlich ist. Das weiss ich. Und zudem weiss ich auch, dass ich noch viel lernen muss, vor allem gehorsam. Aber da sind wir sind schon fleissig am üben und kleine Fortschritte sind bereits sichtbar. Ich danke euch für das neue Leben, die neue Freiheit und für all die wundervollen Menschen um mich herum!

Eure Senta


Text: Jessica Schwarz | Fotografie: Monika Schwarz


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