EINE GESCHICHTE MIT HAPPY END

Aktualisiert: Feb 23

Jessica und ihre Wolfshündin Senta

Mein Name ist Senta. Gerne möchte ich euch meine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die ganz anders verlaufen wäre, wenn es da nicht all die lieben Menschen gäbe, die auf unser Leiden aufmerksam gemacht werden und im richtigen Moment handeln. Am 01.03.2018 wurde ich geboren, in einer kleinen Stadt Namens Mazara del Vallo direkt am Meer von Sizilien. Ich und mein Bruder wurden von einem älteren Herrn nach Hause genommen, ich denke seine Haare waren kahl und er trug meistens eine Brille soviel ich mich erinnern mag. Leider waren wir schon Krank als wir dort ankamen. Wie viele Hunde an Mittelmeer hatten ich und mein Bruder die Leishmaniose erwischt die durch eine Sandmücke in den Blutkreislauf gelangt.

Unser Besitzer war daran weniger interessiert und lies uns den ganzen Tag eingesperrt zu Hause. Es ging uns nicht gut und wir wurden von Tag zu Tag immer kraftloser - da die Krankheit alle inneren Organe befällt. Liebe wurde uns keine geschenkt, eher das Gegenteil, wenn wir nicht machten was er sagte schlug er mit Stöcken nach uns. Wir verstanden nicht was hier passiert und konnten auch nicht verstehen, warum Menschen so grausam sein können. Ein ganzes halbes Jahr dauerte unser Leiden, bis schliesslich kurz vor Ende Hilfe kam. Ich denke, es wurde herumgesprochen das wir hier in sehr schlechter Haltung sind und unsere Körper nicht mehr lange durchhalten werden.

Am Tag unserer Rettung war mein Bruder sehr schwach, die Aufregung durch den Auszug aus diesem grausamen Haus und die Krankheit waren zu viel für sein Herz. Er starb noch auf dem Weg ins neue Zuhause. Ich wurde sofort gebadet und gekämmt, da viele meiner Haare ausgefallen oder verfilzt waren. Ich bekam jeden Tag eine Spritze mit Antibiotika welches mir zwar gar nicht passte aber ich merkte wie es mir immer besser ging. Die aktive Leishmaniose ging zurück.