HAUTE PROVENCE

Der Lavendel ist die Seele der Haute Provence“ -Jean Giono

calm&more Fotografie Monika Schwarz

Die malerischen Landschaften der Provence in Südfrankreich standen schon lange auf meiner Wunsch-Liste. Es ist wirklich ein traumhafter Anblick, wenn sich das lilafarbene Blütenmeer der Lavendelfelder bis weit zum Horizont erstreckt. Diesen Wunsch haben wir uns in diesem Sommer erfüllt und machten zum ersten Mal einen kleinen Abstecher nach Frankreich, um uns dieses idyllische Bild auf keinen Fall entgehen zu lassen. Eine kleine Abklärung vorab wäre in jedem Fall empfehlenswert, wie zum Beispiel die Fragen - wann ist den überhaupt die Blütezeit für Lavendel und zum anderen wo genau befinden sich denn jetzt ganz genau diese üppigen Feldern?



Wann genau der Lavendel zu blühen anfängt, entscheidet sich tatsächlich erst im Frühjahr. Es ist ganz ähnlich wie beim Wein: Je früher im Jahr es in der Provence warm wird, desto zeitiger beginnt die Lavendelblüte. Das heisst mit anderen Worten... Aufgrund des milden Winters und wegen der vielen warmen Tage im April und Mai, ist die Lavendelblüte in diesem Jahr voraussichtlich etwas früher dran als sonst. Je nach Höhenlage und Lavendelfeld beginnt sie meistens schon Mitte/Ende Juni und wird sicherlich bis Ende Juli/Anfang August hereinragen. Das passte perfekt für unsere Planung sowie das Zeitfenster.


calm&more Fotografie Monika Schwarz

Fährt man durch das Gebiet von Luberon, trifft man immer wieder vereinzelt kleine Felder an. Die besten Locations findet man sowieso, wenn man mit offenen Augen durch die Gegend fährt und auch mal einen Blick abseits der bekannten Routen riskiert. Es macht absolut keinen Sinn für solche Spots die genauen Koordinaten anzugeben, denn, um den Boden fruchtbar zu halten, werden die Felder nicht jedes Jahr gleich angebaut. Was 2022 noch ein Lavendelfeld war, ist 2023 vielleicht ein Weizenfeld oder liegt überhaupt brach. Wenn man gern die wirklich grossen Lavendelfelder sehen möchte, ist die Hochebene von Valensole ein perfekter Ort. Mit seiner Fläche von 800 km² liegt das Plateau von Valensole in 500 m Höhe im Süden des Departements Alpes-de-Haute-Provence, nicht weit von Digne-les-Bains und den Schluchten des Verdon entfernt. Dieses Gebiet ist ein wahres Königreich des Lavendels mit seinem typisch provenzalischen Parfum. Das Plateau ist übersät von Lavendel- und Hartweizenfeldern... und je nach Saison leider auch von unzähligen Touristen. Dabei gilt wie überall an oberster Stelle, die Natur respektvoll zu behandeln, sie so oder besser zu hinterlassen wie man sie angetroffen hat. Nur so werden die Feldern von den Bauern weiterhin zugänglich gemacht und es können unzählige schöne Bilder entstehen.



Gordes Provence - calm&more Monika Schwarz

Gordes bei Tag


Neben den malerischen Lavendelfeldern sind es besonders die pittoresken Bergdörfer, die der Provence ihren Charme verleihen. Wie ein verschachteltes Häusermeer schmiegen sie sich an die Hügel und bezaubern die Besucher mit ihren kopfsteingepflasterten Gässchen, den bunten Fensterläden und einer üppigen Blumenpracht. Kleine Boutiquen mit lokalen Produkten laden zum Stöbern ein und dazwischen trifft man immer wieder mal auf ein kleines Kaffee oder einen Eisladen, um sich zu erfrischen und die Stimmung auf sich wirken zu lassen. Zum Beispiel Gordes zählt zu so einem kleinen Dorf, dass zu den schönsten Frankreichs zählt. Dieser charmante, komplett aus Trockensteinen erbaute Ort liegt ganz malerisch über dem Fluss Calavon auf einem Felsvorsprung in den Monts de Vaucluse. Eine wahrhaft imposante Lage am südlichen Rand des Plateau de Vaucluse, die einen atemberaubenden Blick auf die Felsen, Wiesen und kleinen Dörfer im Tal erlaubt. Auch die Abtei von Senanque (Siehe Bild oben) in Gordes zählt zu den Highlights der Region.


Gordes bei Nacht

Gordes by night - calm&more Monika Schwarz

Auch wenn man mühelos Produkte auf Basis des blauen Goldes auf den Märkten oder in den Läden findet, ist es ein ganz anderes Erlebnis, die Blumen direkt auf den Feldern zu bewundern. Zumindest kann man sagen, dass die ausgedehnten Lavendelfelder der Provence ziemlich fotogen sind - mit allem was sich darin bewegt - kreucht und fleucht. Ein besonders zarter und poetischer Anblick, den man sich wirklich nicht entgehen lassen darf, abgesehen vom Duft und dem Klang der summenden Bienen.




Ganz zufällig sind wir in der Nähe von Montfuron auf die prächtige kleine Windmühle gestossen. Die 1640 erbaute Mühle von Montfuron wird auch Moulin Saint Elzéar genannt.



In der Provence gibt es viele Sehenswürdigkeiten und zahlreiche landschaftliche Highlights, so dass man locker mehrere Wochen in der Region verbringen könnte, um alle sehenswerten Orte zu entdecken. Für einen ersten Eindruck reichte aber eine Zeit von einer Woche und werden für ein weiteres Mal bestimmt mehr Zeit einplanen.


Die Provence ist auf jeden Fall einen Besuch wert und vielleicht war da die eine oder andere Inspiration für euch mit dabei.


Von Herzen. Eure Monika

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